Unsere Geschichte

Am 04. Juni 1934 wurde diese Ortswehr mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Brandschutz in Langen durch eine strukturierte Organisation und Ausbildung zu verbessern. In den folgenden Jahrzehnten machten viele große und kleine Ereignisse sowie der technische Wandel die Ortswehr Langen zu der modernen Schwerpunktwehr, die sie heute ist.

In den Dreißigerjahren waren eine hölzerne Handruckspritze, ein Schlauchanhänger und später eine mechanische Schiebeleiter die Ausrüstung, mit der die Wehr zu ihren ersten Einsätzen ausrückte. Während des zweiten Weltkrieges prägten vor allem Brandeinsätze und Löschhilfen nach Luftangriffen das Aufgabenfeld. Nach dem Kriegsende standen die Vierziger- bis Sechzigerjahre dann im Zeichen des Wiederaufbaus und der zukunftsorientierten Ausrichtung der Ortswehr. Hierzu gehörte unter anderem die Beschaffung des ersten wasserführenden Fahrzeuges, eines Tanklöschfahrzeuges (TLF16), im Oktober 1963.

In den Siebzigerjahren entwickelte sich die Ortswehr Langen langsam von einer Dorffeuerwehr zu einer modernen Schwerpunktwehr. Den Grundstein hierfür bildeten die Beschaffung weiterer Fahrzeuge und das stetige Wachstum der Gemeinde Langen. Der Waldbrand in der Lüneburger Heide, ein Großfeuer das 1978 die zwei letzten historischen Häuser in Langen zerstörte und die Schneekatastrophe sind nur einige Einsätze, denen sich die Ortswehr in dieser Zeit gegenüber sieht. Speziell die Achtzigerjahre brachten der Ortswehr dann neue Aufgaben, denn damals wird die Hilfeleistung nach schweren Verkehrsunfällen immer mehr Teil des Einsatzgeschehens. In dieser Zeit sind ein Großbrand, der die letzten Reetdachhäuser in der Langener Ortsmitte zerstört, und die Abstürze mehrerer Phantomjäger der Luftwaffe prägende Ereignisse.

Während sich der Fuhrpark der Ortswehr von den Achtzigerjahren bis ins neue Jahrtausend weiter wandelt, steigen auch die Zahlen der jährlichen Einsätze an und erreichen erstmalig die Marke Einhundert. Die Elbhochwasser, ein umgestürzter Baukran, der das Dach eines Hauses durchschlägt und die in dieser Zeit starken Herbststürme sind nur einige Einsätze, die uns zu Beginn des neuen Jahrtausends beschäftigten.

Heute stellen sich fast 60 Kameraden den nun kontinuierlich mehr als hundert Einsätzen pro Jahr. Ob Brand, Hilfeleistung, Unwetter oder Unterstützung im Katastrophenfall, aus der kleinen Dorffeuerwehr ist eine moderne Schwerpunktwehr geworden, die sich stetig weiterentwickelt.

 

 

  • 1934: Ein Großbrand führt zur Gründung der Ortswehr Langen
  • 1965: Im Gasthaus „Zur Mühle“ brennt der Dachstuhl
  • 1978: Zwei der letzten historischen Bauernhäuser Langens brennen nieder
  • 1987: Zwei Phantom Jets kollidieren
  • 2002: Hochwassereinsatz an der Elbe
    2002: Hochwassereinsatz an der Elbe
  • 2013: Sturmtief Christian verursacht viele Einsätze
    2013: Sturmtief Christian verursacht viele Einsätze
  • 2015: Zwei Gefahrgutunfälle mit Tanklastzügen in einem Jahr
    2015: Zwei Gefahrgutunfälle mit Tanklastzügen in einem Jahr
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  • 2017: Sturmtief Herwart bringt 12 Einsätze an einem Tag
    2017: Sturmtief Herwart bringt 12 Einsätze an einem Tag

 

 

Mit den wachsenden Aufgaben und einem Fuhrpark der sich in Anzahl und Größe der Fahrzeuge weiterentwickelte, bewohnte die Ortswehr Langen im Laufe der Zeit insgesamt vier Gebäude. Das erste Spritzenhaus befand sich in der Standmitte, ungefähr dort wo heute die Ampelanlage der Lindenhof-Kreuzung steht. Im Jahr 1950 zog die Ortswehr dann in das heutige Jugendzentrum um, bis zu dessen Sanierung 2008 konnte man sogar den Schriftzug „Haus der Feuerwehr“ an der Fassade noch erahnen.

Ab 1976 bezog die Wehr das vielen sicher noch bekannte Gebäude in der Imsumerstraße, welches in den Achtzigerjahren um einen Schulungsraum erweitert wurde. Mit den stetig wachsenden Anforderungen und Aufgaben an eine moderne Schwerpunktwehr, war allerdings auch dieses Gebäude für die Ortswehr im neuen Jahrtausend nicht mehr passgerecht, weswegen 2016 der Bau eines neuen Feuerwehrhauses, direkt neben dem Alten begann. In diesem Gebäude findet die Ortswehr Langen nun seit dem Herbst 2017 ihre Heimat.

 

 

  • 1934 bis 1950
  • 1950 bis 1976
  • 1976 bis 2017
  • 2017 bis heute