++Meldung++ Weber Rescue bildet Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Geestland aus

04.12.2017 Weber Rescue bildet Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Geestland aus

Für die Befreiung von Menschen und Tieren aus einer lebensbedrohlichen Zwangslage verfügen die Feuerwehren Langen, Neuenwalde, Bad Bederkesa und Köhlen aus der Stadt Geestland über einen Rettungssatz. In einem Fortbildungsseminar wurden im November die Grundlagen der patientengerechten Unfallrettung in Verbindung mit den einsatztaktischen Möglichkeiten theoretisch und praktisch geschult. Insgesamt 36 Teilnehmer aus den einzelnen Ortswehren nahmen daran teil.



„Wer helfen will, muss helfen können“ lautete eine Aussage des Ausbilders Björn Jan Kleist, der zusammen mit seinem Kollegen Daniel Querner von der Firma Weber Rescue die Fortbildung leitete.

Nachdem am Vormittag im Feuerwehrhaus in Köhlen der theoretische Teil absolviert wurde, ging es im Anschluss auf den Übungsplatz. Hier wurden an drei unterschiedlichen Stationen die Abläufe und Möglichkeiten mit dem technischen Gerät geübt. Dabei ging es darum, die richtigen Schritte zur richtigen Zeit abzuarbeiten.

Nach der Erkundung der Lage hat die Sicherung des Fahrzeugs vorrangige Priorität, Dabei soll das Wegrollen, Umkippen oder Abrutschen des verunfallten Fahrzeugs verhindert werden. Als nächstes wird stabilisiert. Durch die Nutzung unterschiedlicher Hilfsmittel wie Rüstholz oder Schlauchbrücken wird z.B. das Auto festgesetzt, sodass es sich nur noch unwesentlich bewegt. Das Unterbauen spielt dabei eine entscheidende Rolle, weil sich so die Kräfte, die beim Befreien der Verunfallten am Auto wirken, auf den Boden ableiten lassen. Auch dient der Unterbau als Widerlager, wenn die hydraulischen Geräte in den Bereichen angesetzt werden müssen.

Nun muss ein Erstzugang geschaffen werden, der je nach Art und Lage des Fahrzeugs durch ein Fenster, eine Tür oder auch durch die Heckklappe erfolgen kann. Hierbei wurde das Augenmerk auf die einfachen Hilfsmittel gelegt, die jedes Feuerwehrfahrzeug an Bord haben sollte, um das Fahrzeug zu öffnen. Die hydraulischen Geräte sollten dabei das letzte Mittel der Wahl sein.

Für die Schaffung einer möglichst großen Öffnung zur Patientenversorgung und Befreiung aus einem Autowrack wurde dann intensiv mit den unterschiedlichen hydraulischen Geräten gearbeitet. Dabei wurde auf besondere Gefahren und Konstruktionen am Fahrzeug hingewiesen, die umsichtiges Arbeiten mit den Geräten erfordern. Es wurde auch deutlich, dass sich viele Dinge ständig verändern, auf die sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr immer neu einstellen müssen. So sind die bisherigen Einsatzkonzepte stetig durch neue Erkenntnisse, die technische Verbesserung der Rettungsgeräte und dem Fortschritt in der Fahrzeugtechnik anzupassen. War es früher üblich, die Batterie abzuklemmen, wird heute darauf verzichtet, um ggf. die technischen Möglichkeiten wie Fensterheber oder Sitzverstellung zu nutzen.

„Gerade im Hinblick auf die ständig neuen Entwicklungen im Bereich der Autoindustrie und dem Wissen im Bereich der Unfallrettung war die Fortbildung eine wichtige und sehr sinnvolle Investition in die Leistungskraft der Feuerwehr der Stadt Geestland“, so der Ausbilder für die Technische Hilfeleistung in der Stadt Geestland, Stefan Waackhusen.


    


Stefan Zimdars
 
Feuerwehren Stadt Geestland
Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bildnachweis: Stefan Zimdars, Feuerwehren Stadt Geestland, Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit